Licht für seltene Arten: Pflegeeinsatz am Steinbruch Himmelsbusch

10. Februar 2026 | Himmelsbusch, Praktischer Naturschutz

Kräftig angepackt am Steinbruch Himmelsbusch! 10 Naturschützer*innen befreiten am vergangenen Samstag den Steinbruch Himmelsbusch von Gehölzen, Brombeeren und Laubablagerungen. Die Pflegearbeiten schaffen wichtigen Lebensraum für spezialisierte Arten wie den seltenen Fetthennen-Bläuling.

Mehrere Menschen sensen auf der Pflegefläche. BUND Dresden

Zur ersten Entbuschung auf der BUND-Pflegefläche "Steinbruch Himmelsbusch" in Radebeul haben 10 Teilnehmende am vergangenen Samstag kräftig mit angepackt.

Nach einem kurzen Kennenlernen und Einführung in das Gebiet startete die Gruppe mit den nötigen Pflegearbeiten: Aufwachsende Gehölze an der Hangkante wurden ausgehackt, Brombeergebüsche wurden mit Schere und Hacke zurückgedrängt und der anstehende Fels des Steinbruches von Laub, Moosteppichen und Ablagerungen befreit.

Diese Pflege ist notwendig, um den Steinbruch mit seiner reichen Pflanzen- und Tierausstattung licht zu halten. So benötigt die vorkommende Felsspalten-Flora wie z.B. die Große Fetthenne (Hylotelephium telephium) unbeschattete Bereiche mit nur minimalen Feinerdeablagerungen um sich optimal entwickeln zu können. Auf die im Steinbruch wachsenden Pflanzenarten sind wiederum Tierarten spezialisiert, wie z.B. der Fetthennen-Bläuling (Scolitantides orion), welcher ausschließlich an Fetthennen-Arten frisst. 

Eine Entbuschung ist naturschutzfachlich im Herbst bis Spätwinter am sinnvollsten, da schützenswerte krautige Pflanzen unter besten Bedingungen in die neue Vegetationsperiode starten, ohne selbst an den Pflegearbeiten Schaden genommen zu haben.

In der gemütlichen Mittagspause hatten wir die Möglichkeit kurz zur Ruhe zu kommen, und beim Quatschen den Blick auf die Radebeuler Weinberge zu genießen. Wir danken allen helfenden Händen und freuen uns auf das nächste Mal!

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