Entbuschung im Frühjahr
Am 14.03. fand auf dem Heller wieder unser Frühjahrs-Naturschutzeinsatz statt. Insgesamt waren 16 Teilnehmende vor Ort. Der Termin ist Teil von drei jährlich stattfindenden Einsätzen zur Entbuschung (Frühjahr, August/September und Dezember).
Nach einer kurzen Einführung wurde zunächst das beim letzten Einsatz angefallene Schnittgut an die Wege geräumt, damit dieses durch die Stadt abgeholt werden kann. Damit konnte gleichzeitig an die Arbeiten des vorherigen Termins angeknüpft werden.
Im Anschluss gab es einen kurzen fachlichen Input von unserer Bienenexpertin Jenny Förster. Jenny hat insbesondere die Bedeutung von Offenlandschaften für Wildbienen betont, und hervorgehoben, dass viele schützenswerte Arten auf strukturreiche, offene Lebensräume angewiesen sind.
Warum Traubenkirsche und Robinie weg müssen
Im praktischen Teil ging es darum, die Fläche weiter offen zu halten und einer zunehmenden Verbuschung mit Pioniergehölzen entgegenzuwirken. Dafür wurden vor allem spätblühende Traubenkirschen sowie Robinien entfernt, da sich diese stark ausbreiten und die offenen Sand- und Heideflächen wieder zuwachsen würden.
Gleichzeitig wurde darauf geachtet, die typische Struktur der Fläche zu erhalten. Kleinere bis mittelgroße Kiefern in lockerer Verteilung blieben ebenso bestehen wie einzelne Dornsträucher – etwa Weißdorn oder Wildrosen – sowie vereinzelte Brombeerbestände. Diese Strukturen kommen vielen Arten zugute, darunter die auf dem Dresdner Heller vertretenen Sandbienen und die Zauneidechse.
Gemeinsamer Einsatz mit sichtbarem Ergebnis
Nach einer gemeinsamen Mittagspause wurde die Arbeit fortgesetzt und weiteres Schnittgut sowie entfernte Gehölze an einen Abholort gebracht, damit diese dort aufgesammelt werden können.
Bei insgesamt guten Wetterbedingungen konnte der Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden. Am Ende war deutlich zu erkennen, dass die Fläche wieder offener geworden ist.
Unser Dank
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für die tatkräftige Unterstützung und das große Engagement! Der Einsatz hat einmal mehr gezeigt, dass praktische Landschaftspflege gemeinsam gut funktioniert und auch bei solchen Aktionen der Austausch und das gemeinsame Arbeiten im Vordergrund stehen.
Die Pflegeeinsätze im Heller sind Teil eines kontinuierlichen Engagements zur Erhaltung dieser wertvollen Offenlandschaft. Durch die regelmäßigen Maßnahmen – insbesondere die Entbuschung und die gezielte Steuerung des Gehölzaufwuchses – wird die Fläche langfristig offengehalten und in ihrer Strukturvielfalt gesichert. Nur so können die typischen Lebensräume mit ihrem Mosaik aus offenen Bereichen, Gehölzen und Übergangsstrukturen erhalten bleiben – wichtige Rückzugs-, Nahrungs- und Fortpflanzungsräume für zahlreiche spezialisierte Tier- und Pflanzenarten.
Ein besonderer Dank gilt auch Lars, der diesen Einsatz als neue Einsatzleitung für den BUND begleitet und diesen Bericht verfasst hat.