Bei besten Bedingungen traf sich eine zehnköpfige Gruppe von Naturschutzbegeisterten um 9 Uhr am Hammerweg. Von dort aus ging es gemeinsam auf die Pflegefläche auf den Heller, um ein zentrales Ziel anzupacken: den Erhalt und die Freihaltung der dortigen lichtdurchfluteten Offenlandbiotope.
Kampf gegen Verbuschung und invasive Arten
Die Aufgabe des Tages war ebenso intensiv wie wirkungsvoll: Heranwachsende Gehölze und
aufkeimende Sträucher, die die sensible Fläche zu überschatten drohten, wurden gezielt
zurückgeschnitten und entfernt. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Bekämpfung von
Brombeeren sowie zwei besonders hartnäckigen Neophyten: der Spätblühenden Traubenkirsche
(Prunus serotina) und der Robinie (Robinia pseudoacacia).Beide Gehölzarten breiten sich extrem konkurrenzstark aus. Während die Robinie durchWurzelausläufer und Samen schnell dichte Bestände bildet und den Boden mit Stickstoff anreichert,wird die Traubenkirsche vor allem durch Vögel weiträumig verbreitet. Ohne ein Eingreifen würden diese invasiven Arten die lichtliebende Vegetation des Hellers im Handumdrehen verdrängen.
Damit die abgeschnittenen Pflanzenreste auf den nährstoffarmen Böden nicht verrotten und als
ungewollter Dünger wirken, sammelten die Teilnehmenden das Schnittgut auf großen Transportplanen. Am Wegesrand aufgeschichtet, können die Pflanzenreste nun unkompliziert von der
Stadt entsorgt werden.
Einzigartiger Schatz: Die Binnendünen des Hellers
Der Aufwand lohnt sich: Der Heller beherbergt die letzten offen verbliebenen Binnendünen der
Region. Diese kargen, nährstoffarmen Flugsandstandorte umfassen im Schwerpunktgebiet derzeit
noch etwa sechs Hektar und bilden einen extrem seltenen sowie streng geschützten Biotoptyp.
Neben den Binnendünen bietet der Hellerberg einer Vielzahl bedrohter Arten eine Heimat in
weiteren wertvollen Offenlandstrukturen: Trockene Europäische Heiden, Besenginsterheiden,
Sandtrockenrasen & Sandmagerrasen. Ohne regelmäßige Pflegeeinsätze würden diese offenen Sand- und Heideflächen schrittweise durch Gehölzanflug zuwachsen und als Lebensraum für spezialisierte Insekten, Vögel und Pflanzen unwiederbringlich verloren gehen.
Erfolgreicher Abschluss und Ausblick
Gegen 15 Uhr hatten die fleißigen Helfer:innen ihr Tagesziel erreicht: Alle Teilnehmenden kehrten
erschöpft, aber rundum zufrieden und trocken vom Einsatztag zurück. Ein großer Dank gilt allen
Helferinnen und Helfern für den tatkräftigen Einsatz zum Erhalt dieser Dresdner Naturbesonderheit!
Mitmachen beim nächsten Mal!
Der nächste Pflegeeinsatz auf dem Heller ist bereits in Planung. Wenn ihr mit anpacken und euch für den Erhalt der Binnendünen einsetzen wollt, meldet euch gern an!
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Der Einsatz ist Teil des Projektes “Naturwissen teilen”. Das Projekt verbindet naturschutzbezogene Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit mit dem Ziel, mehr Menschen für die Bedeutung und Funktionsweise von Naturschutzarbeit zu sensibilisieren. Dieses Projekt wird über den ELER-Fonds ermöglicht und kofinanziert
Bilder vom Einsatz gegen Robinie und Spätblühende Traubenkirsche