Ringelaktion im Dschungel der Elblache Stetzsch

01. Juli 2026 | Praktischer Naturschutz, Elbauen, Eschen-Ahorn

Mit Ringelkette und Ziehmesser gegen invasive Eschen-Ahorne im Auwalddschungel

Am 1. Juli 2026 fand im Rahmen des Interreg-geförderten Elbauenprojekts eine gemeinsame Aktion von NaJu und BUND zur Bekämpfung des invasiven Eschen-Ahorns in der Elblache Stetzsch statt. Ziel der Aktion war es, im Vorjahr teilgeringelte Eschen-Ahörner vollständig zu ringeln, um so deren langsames Absterben einzuleiten. 

 

 

 

Willkommen im Dschungel!

In der Fläche angekommen, erwartete das 3 köpfige Team zunächst eine kleine Überraschung: War der Auwald von der letzten Müllsammelaktion im Frühjahr noch als gut begehbar in Erinnerung, war nun, in der Vegetationsperiode,  ein vorrangig aus Brennesseln und drüsigem Springkraut bestehender, bis zu 3 Meter hoher Dschungel vorzufinden.

Mit Hilfe von Stöcken und einer kurzerhand zur Machete umgenutzen Handsäge bahnten wir uns den Weg durch das Dickicht zu den Bäumen, deren Auffinden dabei durch gute Kartierung im Vorjahr deutlich erleichtert wurde. 

Ringeln - und warum ? 

Beim vollständigen Ringeln wurde dann der im Vorjahr belassene Reststeg der Rinde zunächst mit der Ringelkette eingesägt und danach mit dem Ziehmesser vollständig entfernt. An vielen Bäumen waren Ausschläge am Stamm unterhalb der geringelten Bereiche festzustellen, ein Anzeichen für die Schwächung der Bäume, diese wurden ebenfalls entfernt. 

Durch das Ringeln wird die Nährstoffversorgung unterbrochen und der Baum stirbt langsam ab. So entsteht schonend Raum und Licht für typische Auenarten wie Weiden und Pappeln, die durch den invasiven Neophyten zunehmend verdrängt wurden. Das stehende Totholz kann im Wald verbleiben und Lebensraum und Habitate für Vögel, Insekten und Pilze bieten.

Fast geschafft - Fortsetzung folgt !

In der gemeinsamen Aktion gelang es dem Team, gut drei Viertel der kartierten Bäume zu behandeln, in Anbetracht sinkender Energielevel und zunehmender Hitze wurde jedoch beschlossen, den verbleibenden Rest in einer späteren Aktion mit neuer Kraft anzugehen. 

Unser Dank

Obwohl wenn es teilweise körperlich sehr fordernde Arbeit war, hat auch dieser Einsatz wieder einmal gezeigt, dass praktischer Naturschutz gemeinsam am meisten Spaß macht. Unser Dank geht an alle, die diese Aktion ermöglicht haben. 

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Die Pflegeeinsätze in der Elblache Stetzsch sind Teil unseres Engagements im Interreg-geförderten Elbauenprojekt für den Schutz wertvoller Flussökosysteme. Die regelmäßigen Arbeiten tragen dazu bei, den wertvollen Weichholzauenwald zu erhalten. Nur eine intakte Auenlandschaft kann ihre wichtigen Funktionen für Hochwasserschutz, Biodiversität und Erholung erfüllen.

Du möchtest bei unserer nächsten Aktion dabei sein? Schreib uns gerne eine E-Mail an naturschutz(at)bund-dresden.de oder unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende an die Regionalgruppe des BUND Dresden.

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