Trotz bewölkten Himmels und eisiger Temperaturen trafen sich am Samstag über 20 Freiwillige von Naju und BUND im Elbaltarm Leuben, um gemeinsam gegen invasive Baumarten vorzugehen. Nach dem erfolgreichen Auftakt Anfang Januar war dies bereits der zweite Pflegeeinsatz des Jahres. Wieder wurde viel gesägt, geringelt und getragen, damit die Hände warm bleiben.
Warum wir ringeln
Der Eschen-Ahorn ist in Auen- und Feuchtwäldern eine invasive Baumart, mit negativen Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Durch das Ringeln mit „Restbrücke" bekämpfen wir die invasiven Bäume und schaffen Platz für typische Auenarten ohne auf einen Schlag Freiflächen zu erzeugen.
Was wir geschafft haben
Einige invasive Eschen-Ahorne standen so nah am Weg, dass sie aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht nicht einfach geringelt werden konnten. Deshalb wurden diese Bäume gefällt, und das anfallende Astmaterial an geeigneter Stelle zu Benjeshecken aufgeschichtet. Andere, weiter entfernte Eschen-Ahorne und Robinien behandelten wir mit der bewährten Ringel-Methode: Dabei wird ein handbreiter Rindenstreifen entfernt, aber ein schmaler Verbindungssteg bleibt zunächst erhalten. So stirbt der Baum langsam ab, ohne dass sich Wurzelaustriebe bilden. Das stehende Totholz bleibt als wertvoller Lebensraum für Insekten, Vögel und Pilze erhalten.
Gemeinsam für die Elbauen
Nach der Mittagspause mit Tee und Keksen und einer kurzen Aufwärmrunde ging es mit neuer Energie weiter. Als große Gruppe anzupacken und zu sehen, wie viel in wenigen Stunden zu schaffen ist, macht einfach Freude. Der Einsatz hat uns großen Spaß gemacht und war wieder ein kleiner aber wichtiger Schritt für den Schutz der Artenvielfalt in den Elbauen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht und so viel Engagement gezeigt haben!
Mitmachen? Gerne!
Die Pflegeeinsätze im Elbaltarm Leuben sind Teil unseres Interreg-geförderten Elbauenprojekts. Du möchtest auch mithelfen? Schreib uns einfach an naturschutz(at)bund-dresden.de oder melde dich für unseren Aktivenverteiler an.