Gemeinsam bei der Arbeit
(BUND Dresden)
Am 30.05.2026 trafen sich 10 Naturschützer*innen am Steinbruch Himmelsbusch in Radebeul, um dort gemeinsam die erste Mahd des Jahres durchzuführen.
Nach der Begrüßung folgten zunächst eine Arbeitsschutzbelehrung und eine kurze Einweisung in die naturschutzfachlichen Hintergründe des Einsatzes. Die Teilnehmenden erfuhren dabei, dass die wiederkehrende Mahd der Sohle des Steinbruches und der Abtransport des Schnittguts langfristig zu einer Aushagerung des Standortes führen soll, um die Bedingungen konkurrenzschwächere und lichtbedürftige Arten zu verbessern. Alle wurden ermutigt, während des Einsatzes gemachte Funde aus Flora und Fauna zu bestimmen und die Entdeckungen später mit der Gruppe zu teilen.
Mit Sense und Rechen für die Artenvielfalt ..
Mit den zuvor montierten Sensen sowie Rechen und Heugabeln ging es danach gemeinsam ans Werk. Im Sensen bis dahin noch unerfahrene Teilnehmende erhielten ein kurzes Techniktraining, um bald darauf mit großer Geschicklichkeit die Sense zu schwingen.
Mit so vielen helfenden Händen ging die Arbeit gut voran, so dass die Hauptaufgabe des Tages - das Mähen der Sohle und die Entbuschung der unteren Randbereiche des Steinbruches - noch vor dem Mittag beendet werden konnte.
Bei einer gemeinsamen Mittagspause wurde sich über interessante Entdeckungen von Pflanzen und Insekten ausgetauscht und es folgte ein kurzer Abriss über die Geschichte des Steinbruchs.
Nach der Pause widmeten wir uns dann der Pflege der oberen Randbereiche des Steinbruchs und entfernten, in sicherem Abstand zur Kante, vor allem junge Bäumchen, Brombeeren und Efeu, um auch hier die Bedingungen für lichtbedürftige Arten zu verbessern.
Jede Menge zu entecken ..
Zu den während des Einsatzes bestimmten Pflanzen gehörten unter anderem Gelbe Skabiose, Purpur-Storchschnabel, Weiße Schwalbenwurz, Nickendes Leimkraut, Kleiner Wiesenknopf, Echte Nelkenwurz, gewöhnliche Pechnelke, Hügel-Klee, Echter Ehrenpreis.und auch dieWeiße Fetthenne, eine wichtige Futterpflanze für den Fetthennenbläuling.
Ein großes Dankeschön geht an alle Menschen, die diesen Einsatz möglich gemacht haben, der wieder einmal gezeigt hat, dass Naturschutz gemeinsam am meisten Spaß macht.
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Dieser Naturschutzeinsatz ist Teil des Projektes “Naturwissen teilen”. Das Projekt verbindet naturschutzbezogene Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit mit dem Ziel, mehr Menschen für die Bedeutung und Funktionsweise von Naturschutzarbeit zu sensibilisieren. Dieses Projekt wird über den ELER-Fonds ermöglicht und kofinanziert.
Eindrücke von der Mahd im Steinbruch Himmelsbusch im Mai 2026
Auswahl angetroffener Arten im Steinbruch Himmelsbusch beim Einsatz Ende Mai 2026: