Tag der Naturschutzarbeit auf der Streuobstwiese Malschendorf
Am 1. Mai 2026 trafen sich 15 naturschutzbegeisterte Menschen, darunter bekannte, aber auch viele neue Gesichter, bei schönstem Sonnenschein, um gemeinsam auf der Streuobstwiese Malschendorf zu mähen.
Gemeinsam an die Sensen!
Nach einer kurzen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde gab es eine Einführung in das Arbeiten mit der Sense. Und danach ging es auch schon ans Werk. Die Wiese wurde komplett von Hand gemäht, das anfallende Schnittgut wurde zusammengerecht und seitlich abgelagert, um eine weitere Nährstoffanreicherung auf der Wiese zu vermeiden. Ein paar besonders saftige Portionen konnten wir in diesem Jahr als Novum als begehrtes Nassfutter an Pferdehalter:innen aus dem Schönfelder Hochland verschenken.
Mit vielen helfenden Händen machte die Arbeit Spaß ohne zu ermüden, es blieb viel Zeit für Austausch und wir konnten uns bereits zum frühen Nachmittag zu einem gemeinsamen Picknick im Schatten eines alten Kirschbaums niederlassen und mitgebrachte Snacks teilen.
Nach der Pause blieben nur noch wenige Restarbeiten und das Aufräumen der Werkzeuge, bevor wir uns bei der Abschiedsrunde mit sehr zufriedenen Gesichtern buchstäblich gegenseitig auf die Schultern klopfen konnten.
Ein wirklich schöner Start in den Mai, der wieder einmal gezeigt hat, dass Naturschutz gemeinsam am meisten Spaß macht.
Danke an alle, die diesen Einsatz möglich gemacht haben!
Warum ist die Pflege von Streuobstwiesen so wichtig?
- Aushagerung: Auf nährstoffreichen Böden dominieren wenige Kraftprotze (Brennnesseln, Ampfer, Obergräser). Regelmäßiges Mähen und Abfahren oder Abseitslagern des Schnittguts entzieht dem Boden Stickstoff. Nur so entstehen die mageren Bedingungen, die bunte Wildblumen zum Überleben brauchen.
- Licht für den Nachwuchs: Ohne Mahd erstickt eine dichte Graswand alles, was am Boden keimen will. Licht am Boden ist die Grundvoraussetzung für Artenvielfalt.
- Vermeidung von Verfilzung: Liegengebliebenes, hohes Gras bildet im Winter eine Filzmatte. Darunter fault es, und feine Kräuter werden buchstäblich erstickt.
- Jagdrevier für Spezialisten: Bodenjäger wie z.B. der Steinkauz oder der Wiedehopf sind auf kurze Vegetation angewiesen. In einer „Graswand“ finden sie keine Mäuse oder Insekten.
- Baumschutz: Kurzes Gras nimmt den Obstbäumen weniger Wasser weg und macht Wühlmäuse für Greifvögel sichtbar – das schützt die Wurzeln Ihrer Bäume.
Eindrücke von der Mahd der Streuobstwiese Malschendorf am 1. Mai 2026