Zukunftsstadt mit Zukunftsplan?

29. Januar 2026 | Schwammstadt

Foto: BUND Dresden

Robustes Stadtgrün, Hitzeschutz, Dresden als Schwammstadt, die keinen Wassermangel fürchten muss, vorausschauend, sicher und widerstandsfähig – genau das, was wir mit Blick auf die globalen Entwicklungen dringend brauchen – oder nicht? Nein, findet die CDU. Jedenfalls nicht, wenn dafür wertvolle Parkplätze wegfallen, und stimmte kurz vor Weihnachten im Stadtrat gemeinsam mit der AFD und Team Zastrow gegen das lange verhandelte Klimaanpassungskonzept, für das zuvor im Ausschuss Umwelt & Klima eigentlich noch ein Kompromiss gefunden wurde.

Zu Beginn des Jahres 2026, über zehn Jahre nachdem Dresden für seine nachhaltige Zukunftsvision als Zukunftsstadt ausgezeichnet wurde, steht die Stadt nun noch immer ohne wirksames Klimaanpassungskonzept da. Das ist schlecht, denn ohne das Konzept fehlt die Grundlage für Prävention und Umgang mit Starkregen, Überschwemmungen, Trockenheit oder Hitze, und diese Extremwetter treffen alle – ob nun mit Auto oder ohne.

Umso wichtiger, sich als Dresdner:in zu engagieren. Wie? Jederzeit mit uns beim BUND Dresden, und ganz aktuell auch im Stadtforum. Dort findet seit dem 12. Januar noch bis zum 06. Februar eine breit angelegte Bürgerbeteiligung statt. Alle Interessierten können ihre Ideen und Anliegen zu den Themen „Kulturstadt in Europa“, „Stadt mit Leistungskraft“, „Ressourcenschonende und klimaresiliente Stadt“ sowie „Lebenswerte Stadt“ einbringen. Neben täglichen Veranstaltungsformaten vor Ort können auch über eine Online-Umfrage persönliche Schwerpunkte für eine lebenswerte Stadt der Zukunft in den Prozess eingebracht werden.

Aus den Impulsen der Dresdner:innen sollen Maßnahmen abgeleitet werden, die in die Weiterentwicklung des integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK) 2035+ einfließen, das eine zentrale Rolle für städtische Planungen spielt.

Welche Wirkung die Ideen und Schwerpunkte der Bürger:innen am Ende wirklich erzielen, wird sich zeigen. In jedem Fall ist die Beteiligung eine Gelegenheit, ein deutliches Signal an unsere Verwaltung und den Stadtrat zu senden.

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