Entbuschung und erste Mahd am Steinbruch Himmelsbusch in Radebeul

Pflegeeinsatz | Naturschutz, Praktischer Naturschutz

Mehrere Menschen sensen auf der Pflegefläche. BUND Dresden

Wir laden euch herzlich ein, beim zweiten Pflegeeinsatz des Jahres auf unserer Pflegefläche am Steinbruch Himmelsbusch in Radebeul dabei zu sein!

Was machen wir?

Gemeinsam wollen wir das schnell wachsende Gras auf dem Steinbruch mit der Sense mähen. Außerdem wollen wir die immer wieder austreibenden Robinien, Eichen, Brombeeren und Waldreben entfernen, um einer Verbuschung der Fläche vorzubeugen und den Konkurenzdruck für schützenswerte Arten zu vermindern.

Was wollen wir damit schützen?

Seit 2013 betreut der BUND diese Fläche, welche ein bisschen abgelegen im hinteren Teil Radebeuls (Nähe Zitzschewitz) liegt. Die von Felsen umringte Fläche ist zu klein, um wirtschaftlich genutzt zu werden und bietet daher seit Jahren den perfekten Ort für ein artenreiches Biotop. Die Fläche ist auf Grund der verschiedenen vorherrschenden Biotoptypen von hohem Wert für den Naturschutz. Vor allem Tier- und Pflanzenarten der Offenland-Gesellschaften fühlen sich hier besonders wohl. Bei früheren Monitoring Aufnahmen wurden neun verschiedene Wildbienenarten entdeckt, sowie Insekten und Pflanzen der roten Liste. Schützenswerte Pflanzen sind unter anderem die Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum) oder die Gelbe-Skabiose (Scabiosa ochroleuca) sowie zahlreiche Moos- und Farnarten.

Viele der zu schützenden Arten benötigen besonders viel Sonne und können nicht heranwachsen, wenn sie von stark wuchernden Sträuchern wie der Brombeere überdeckt werden. Doch durch den nährstoffreichen Oberboden, welcher vor allem mit Nitrat angereichert ist, etablieren sich schnellwachsende Pflanzen wie die Brennnessel oder die Robinie sehr gut auf der Fläche und nehmen ihnen somit die Ressourcen zum Wachsen. Dadurch werden Arten wie auch der Blutrote Storchenschnabel oder andere seltene Arten verdrängt und es entsteht ein Ungleichgewicht in der heimischen Pflanzenwelt.

Um dem vorzubeugen und die gefährdeten Arten weiterhin auf der Fläche zu erhalten, ist es daher notwendig, die heranwachsende Natur 2–3-mal im Jahr zurückzuschneiden. Durch das Entfernen der aufwachsenden Flora und den anschließenden Abtransport der Biomasse soll der erhöhte Nährstoffgehalt im Boden verringert und somit ein Biotop für Flachland-Mähwiesen etabliert werden, sowie der Konkurrenzdruck von Neophyten gegenüber heimischen Arten verringert werden.

 

Wie kannst du teilnehmen?

Wenn du mitmachen möchtest, oder Fragen hast, melde dich bitte per Mail an:
naturschutz(at)bund-dresden.de

Wir treffen uns um 9 Uhr hier am Steinbruch „Himmelsbusch“ (ca. 100 Meter hinter Kottenleite 2, 01445 Radebeul), Straßenbahn Linie 4 – Haltestelle Johannesbergstraße.

Bitte denkt an wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk, da es an einigen Stellen doch recht steil ist und vergesst auch nicht, euch etwas zu Essen mitzubringen.

Wir freuen uns auf dich!

 

Du kannst an dem Pflegeeinsatz leider nicht teilnehmen?

Dann hilft eine Spende an unsere Regionalgruppe indirekt, die Artenvielfalt auf dieser Fläche zu erhalten.

Spende jetzt für Naturschutz in und um Dresden

Zur Übersicht

Termindetails

Startdatum:

16. Mai 2026

Enddatum:

16. Mai 2026

Uhrzeit:

9 bis 15 uhr

Ort:

Radebeul

Bundesland:

Sachsen

BUND-Bestellkorb