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Regionalgruppe Dresden

Nadja Jegel

Nadja Jegel ©BUND Dresden

Nadja Jegel leistet seit Januar 2018 einen Bundesfreiwilligendienst beim BUND Dresden. Neben der täglichen Arbeit im Büro hilft sie mit, wo sie kann und ist Ansprechpartnerin für die Umweltbildungsarbeit. 

1. Welches globale Problem beschäftigt dich am meisten?
Der Mensch mit seiner Gier und seinem unaufhörlichem Streben nach Reichtum und Materialismus ist, meiner Meinung nach, das größte globale Problem für unsere Natur und Umwelt. Wir finden immer weniger Zugang zur Natur, von der aber unser Überleben und Wohlsein abhängt. Sie wird begraben unter unserer Konsumgier und steht oft als Gegner zur Kultur. Dabei gehört der Mensch aber doch zur Natur wie der Fisch, der Vogel oder die Biene.

2. Was war der Auslöser für dich, dich in einem Umweltverband zu engagieren?
Ich war in Dresden eine kurze Zeit unglücklich, weil ich schon einige Jobs hinter mir hatte, die man einfach als sinnlos beschreiben konnte. Ich wollte endlich etwas tun, das einen Wert hat, für mich und auch meine Mitmenschen. Und da ich beim Aufwachsen eine relativ naturnahe Bindung genoss, war für mich die Entscheidung für einen Umweltverband dann klar.

3. Was bedeutet für dich persönlich Natur? Gibt es ein besonderes Naturerlebnis, was dich beeindruckt hat? 
Die Natur ist unverzichtbar. Außerhalb dessen, dass wir uns von ihr ernähren können, können wir auch viel lernen von ihr, was z.B. die Bionik gut unter Beweis stellt. Für mich ist sie auch Rückzugsort, Freundin, Lehrerin. Ein faszinierender Raum voller Wunder in ihrer Artenvielfalt und Lebensweisen. Sie hält nicht nur den Körper am Leben, sondern auch meinen Geist und erweitert in gewissen Maßen auch meinen Horizont. Beflügelt, fasziniert, erschreckt, verwundert und lehrt, dass nicht alles geradlinig passiert.
Letztes Jahr war ich an der Westküste von Irland unterwegs. Wir haben auch bei Bauern auf den Wiesen gezeltet oder am Strand. Alles in Einem ein grandioses Erlebnis und unvergessliches Abenteuer. 

4. Was würdest du in Dresden verändern?
Ich mag Dresden. Genau richtig für mich: nicht zu groß, nicht zu klein, viel Grün in der Stadt und im Umland, viele Orte, in denen man seine Freizeit gestalten kann. Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs und merke oft, wie nervig es an den stark befahrenen Straßen ist. Weitere gute Fahrradwege, die außerhalb der Hauptstraßen liegen, halte ich demnach für sinnvoll. Auch wenn Dresden schon so grün ist, wünsche ich mir mehr davon - mehr Brachflächen liegen lassen und weniger asphaltieren.
Es wäre außerdem ein interessantes Experiment die Integrationsarbeit mal aus der anderen Richtung zu führen. Auch viele unserer "einheimischen" Bürger*innen könnten gewisse Integrations-Schulungen absolvieren... 

5. Wie tankst du deinen Akku auf? Wie erholst du dich? Wie verbringst du Zeit an der frischen Luft am liebsten?
Wenn der Akku so richtig unten ist, gehe ich gerne in den Wald. Zwischendurch aber genieße ich Bäder und gute Bücher. Draußen bin ich gerne mit Fahrrad unterwegs, im Sommer liebe ich es im See zu baden. Wandern macht mir auch Spaß, mache ich nur leider zu selten.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und dein Engagement in der Regionalgruppe Dresden! 

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