Regionalgruppe Dresden

Regional UND saisonal einkaufen

Wichtig ist, beim Kauf von Obst und Gemüse auf beide Kriterien zu achten: regional UND saisonal hergestellt. Nur dann kann es klimafreundlich sein.

©BUND Dresden // blendeauf

Am 30.09. um 18 Uhr startet unser 4. Vortrag ins Rennen: "Regional UND saisonal. Vielfalt das ganze Jahr?" Ja, es geht, wenn man offen für neue Gerichte ist. Hier haben wir nun solch einen vielleicht verschmähten Kollegen, den Chicorée. Schon bei der Schreibweise kommt man schnell ins Stocken. Doch dieses klassische Wintergemüse (Saison ist von Oktober bis März) hat viele Vitamine und die Bitterstoffe gelten als besonders gesund. Richtig zubereitet kann Chicorée angenehm mild und nussig schmecken. Probiert es mal aus! (utopia.de) Chicorée gehört zum Blattgemüse. Er bildet eine 15 cm lange Rübe (Wurzel) im Boden aus, die als kaffeeähnliches Getränk zu Zichorienkaffee verabreitet wird. (de.wikipedia.org)

BUND-Newsletter abonnieren!

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich zur Kenntnis genommen.

26.09. Alles Tomate?

Die Tomate ist am besten von Anfang Juni bis Mitte Oktober zu verzehren. Dann kann man guten Gewissens die Tomaten aus Deutschland kaufen, die im Freiland wachsen und reifen. Wenn sie dann noch aus ökologischem Anbau kommen, ist es perfekt. Die Tomaten, die in einem beheizten Gewächshaus gezogen werden, schneiden leider sehr schlecht ab. Auch wenn sie aus Deutschland (regional) sind. Denn die Wärmeerzeugung verbraucht sehr viel (fossile) Energie. (ifeu.de) Von November bis Mai (also in den kalten Monaten) schneidet die spanische Tomate besser ab als die Niederländische oder Deutsche aus den Gewächshäusern. Denn in Spanien braucht sie keine Beheizung, dafür aber viel Wasser. Weit mehr als die regionaleren Varianten. Das bedeutet: "Wir können fast 100 deutsche Sommertomaten essen, die meist sogar besser schmecken, bis wir die Ökobilanz einer deutschen Wintertomate erreicht haben." (zdf.de)

27.09. Saisonkalender

©BUND Dresden // blendeauf

Was wächst wann? Das Supermarktregal kann schnell suggerieren, dass alles immer Saison hat. Aber so ist es nicht! Damit man einen Überblick bekommt, zeigt der Saisonkalender, welche welches Obst und Gemüse in Deutschland wann Saison hat und wann es als Lagerware erhältlich ist. Diese praktischen Helferlein gibt es in ganz unterschiedlichen Ausführungen. Wir finden den Saisonkalender von utopia.de praktisch. Allerdings hilft es, sich die Sorten rauszusuchen, was man verarbeiten möchte, denn im Laden hat man diese Grafik meist nicht dabei.

Und warum sollte man sich nach der Saison richten? Obst und Gemüse, was außerhalb der Saison verzehrt wird, hat eine viel schlechtere Ökobilanz gegenüber den Freiluft geernteten Kollegen. Denn um Erdeeren im Dezember zu bekommen, müssen diese bspw. aus Spanien hier her reisen. Der Anbau dort verschlingt Unmengen an Wasser, sie müssen mit Düngemitteln und Pestiziden besprüht werden. Das macht die Früchte zu einem Klimakiller. (bzfe.de) Mittlerweise gibt es auch Wintererdbeeren aus Deutschland. Da steckt genauso ein riesiger Energieaufwand in Form von Beheizung und Licht drin - das ist ebenfalls ökologischer Wahnsinn. (utopia.de)

28.09. Lecker solls sein

Kochshow vegetarisch/vegane Vielfalt

©BUND Dresden // blendeauf

Schaltet ein! Unsere zweite Kochshow ist auf YOUTUBE verfügbar. In dieser Folge zeigen wir Rezepte, wo Gemüse (Obst) die Hauptrolle spielt. Es wird geben:

  • Tagliatelle mit Herbst-Gemüse und Pesto
  • Gemüsestrudel mit Salat
  • Apfelkuchen (vegan)
  • Bananen-Pancakes (vegan)

zu den Rezepten

29.09. Kurze Wege

©BUND Dresden // blendeauf

Jede*r Deutsche verbraucht pro Jahr ca. 500 Kilogramm Lebensmittel (ohne Getränke). Alle diese Lebensmittel müssen in die Läden gelangen. Dabei spielt neben der Beförderung auch andere Punkte eine Rolle: Die Lebensmittel sollen frisch ankommen, sie sollen gut aussehen und die Transporte sollten nicht teuer sein. Die Lieferung der Waren verursacht Treibhausgase. Einige Lebensmittel, beispielsweise Nordseekrabben, werden zwar in Deutschland erzeugt, doch für die Weiterverarbeitung ins Ausland transportiert, da die Kosten dort deutlich niedriger sind. (wlw.de) Diese werden bei uns als "Nordseekrabben aus Deutschland" verkauft. Für verarbeitete Produkte sind grundsätzlich keine Angaben zum Herkunftsland vorgeschrieben. (verbraucherzentrale) Wer es ganz genau wissen möchte, hat es nicht leicht. Man muss genau hinsehen oder nachforschen.

 

30.09. Gemüse im Winter?

©BUND Dresden // blendeauf

Vortrag am 30.09. um 18 Uhr live auf Youtube Referentin Julia Leuterer (Geschäftsführerin der Lokalen Agenda 21) wird uns spannende Infos geben.. Gibt es denn bei einer saisonalen und regionalen Ernährung eine Vielfalt das ganze Jahr? Warum ist das alles so einheitlich - nur rote Möhren im Supermarkt. Wo es doch auch gelbe und rote Möhren gibt. Wie ist das mit den alten Sorten? Schon jetzt sind Auswirkungen des Klimawandels zu spüren: Trockenheit, Ernteausfälle, fehlende Insekten.. Was bedeutet das für die Pflanzen, was sind Anpassungen an die veränderte klimatische Situation?

Faustregeln

9. Faustregel: Wenn's geht mit dem Rad unterwegs sein

Behaltet das große Ganze im Blick - ein Klima viele Faktoren, die einwirken.

mehr

10. Faustregel: Frische und unverarbeitete Produkte kaufen

Je mehr ein Produkt verarbeitet wurde, desto mehr Treibhausgasemissionen stecken darin.

mehr

BUND-Bestellkorb