Mensch & Aue

Schon früh haben Menschen den Wert von Fluss und Aue erkannt. 

DEICHBAU: 

Erst mit den Anfängen des Deichbaus konnten die Menschen ihre Flächen auch unabhängig vom Hochwasser bewirtschaften und ihre Siedlungen und Äcker flussnäher errichten. Wusstest du schon? Im Landkreis Lüchow-Dannenberg wurden die ersten Deiche an der Elbe zwischen 975 und 1274 gebaut.  

AUENWIESEN UND -WÄLDER: 

An der Elbe wurden die fruchtbaren Auenwiesen als Grünland zur Heugewinnung, als Acker und als Viehweide für Rinder genutzt. Auch die Auenwälder, vor allem die eichengeprägten Hartholzauenwälder, wurden von Rindern, Schafen, Pferden und Schweinen beweidet. Denn damals gab es noch wenig Stallfutter. 

FLUSS: 

Flüsse waren nicht nur als Wasserstraßen für den Transport von Gütern wichtig. Sie waren auch Grundlage für die Flussfischerei, die in der Unterelbe noch bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts hauptberuflich betrieben wurde. Heute hat die Erwerbsfischerei an Bedeutung verloren. Viele Fischarten sind extrem selten geworden − nicht zuletzt durch die Verbauung von Flüssen mit Staudämmen oder Wehren, die die Wanderwege der Fische blockieren und so deren Vermehrung verhindern.  

HOCHWASSER: 

Aber die Nutzung und Besiedlung der Aue hatte nicht nur Vorteile für uns Menschen. Wiederkehrende und zunehmende Hochwasserkatastrophen zeigen, wie gefährlich das Leben am Fluss sein kann.

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