Regionalgruppe Dresden

Care4nature dieses Jahr international!

© BUND Dresden

Care 4 nature dieses Jahr international! Da unser jährliches Bergwiesen Pflegecamp letztes Jahr auf Grund der Corona-Pandemie nur im kleinen Kreis stattfinden konnte, zogen wir dieses Jahr richtig nach. Zum ersten Mal fand das Camp als Kooperation zwischen dem BUND-Dresden und der tschechischen Naturschutzorganisation ČSOP Ophidia statt. Mit 9 Teilnehmer:innen aus Tschechien und 7 aus Deutschland bildeten wir eine bunte Truppe die sich eine Woche lang tatkräftig auf die Bergwiesen des Erzgebirges stürzte.

Nach einem gemütlichem Kennenlerntag und einer kleinen Exkursion in die Pflanzenwelt des Erzgebirges starteten wir in České Hamry, unserer neuen Pflegefläche in Tschechien, voll durch. Dort befindet sich unter anderem noch ein kleines Vorkommen des seltenen Bitteren Enzians. Um seine Verbreitung zu erleichtern, haben wir den Fichtenbestand etwas aufgelichtet und den Boden von Nadeln befreit um idealere Anwuchs-Bedingungen für diese Art zu schaffen. Der Abend war thematisch den Fledermäusen gewidmet. Mit einem Film und einem kleinen Vortrag von Borek, dem Vorsitzenden der tschechischen Junior Ranger, haben wir den Tag ausklingen lassen.

Am Donnerstag sind wir gemeinsam zum Keilberg gewandert, haben dann unter der Anleitung von Petr einen Kletterparcours absolviert und unsere Teamfähigkeit unter Beweis gestellt. Abend ließen wir den Teambuilding Tag gemeinsam am Lagerfeuer ausklingen. Passend zum Lagerfeuer durften natürlich auch die Gitarren und Liederbücher nicht fehlen. Gesungen (oder besser gerockt) haben wir abwechselnd auf tschechisch, englisch oder deutsch. Am Ende der Woche sind wir zu den Bergwiesen im Zechengrund gewechselt. Früher wurden die steilen Wiesen als Viehweiden oder zur Futterproduktion genutzt und es entstanden artenreiche Biotope. Damit auch weiterhin Orchideen, seltene Moose und fleischfressende Pflanzen auf den Flächen gedeihen können, müssen sie regelmäßig gemäht werden. Das war dieses Jahr erneut unsere Aufgabe und wurde ganz traditionell per Sense erledigt - wie in alten Zeiten. Nachdem wir unsere Sensenblätter am ersten Tag noch regelmäßig im Boden
versenkt haben und das Mähergebnis eher mäßig ausfiel, sah man die Tage darauf schon richtige Sensenprofis am Hang arbeiten. Das Ganze fand natürlich unter fachlicher Anleitung durch unseren Sensenlehrer Norman Döring statt.

Den Abschluss der Woche bildeten eine Fledermausexkursion, bei der wir die Mopsfledermaus dank Fledermausdetektor sogar selbst hören konnten und ein gemeinsames Abschlusslagerfeuer, wo wir bis spät in die Nacht bei musikalischer Untermalung zusammensaßen. Vor allem die Menschen und der Zusammenhalt als Gruppe, haben dazu beigetragen, dass die Woche zu einem wunderschönen
Erlebnis wurde. Es war eine wirklich schöne Woche mit vielen neuen Bekanntschaften und wir haben unglaublich viel zusammen geschafft.

Vielen Dank an alle die dabei waren und bis zum nächsten Jahr!

 

Autorin: Emilie Matthes

Impressionen

Das Projekt wurde gefördert durch