26. Januar 2026 | Meldung
Der Eschen-Ahorn (Acer negundo) ist ein aus Nordamerika stammender Baum, der erstmals 1699 in Deutschland angepflanzt wurde. Ursprünglich als schnellwüchsiger Park- und Zierbaum geschätzt, gilt die Art mittlerweile als invasiv, da sie sich inbesondere in naturnahen Auenwäldern stark ausbreitet und negative Folgen auf die lokale Artenvielfalt hat.
Im Rahmen unseres Interreg-geförderten Elbauenprojekts führen wir regelmäßige Pflegeeinsätze durch, um die wertvollen Weichholzauenwälder zu erhalten und heimische Arten zu fördern. Dabei gehen wir auch gegen den invasiven Eschen-Ahorn vor und ringeln die Bäume.
26. Januar 2026 | Meldung
12. Januar 2026 | Meldung
15. Dezember 2025 | Meldung
08. November 2025 | Meldung
Der Eschen-Ahorn (Acer negundo) ist ein aus Nordamerika stammender Baum, der bereits 1699 erstmals in in Leipzig angepflanzt wurde. Ursprünglich als schnellwüchsiger Park- und Zierbaum geschätzt, hat sich die Art mittlerweile stark ausgebreitet und ist als invasiv eingestuft. Vorkommen des Eschen-Ahorn gelten insbesondere in naturnahen Auenwäldern als problematisch.
Der Eschen-Ahorn besitzt mehrere Eigenschaften, die ihn zu einem starken Konkurrenten für einheimische Baumarten machen:
In Auenbereichen kann der Eschen-Ahorn besonders problematisch werden:
Mehr Infos zur Art und der naturschutzfachlichen Einschätzung
In den sächsischen Elbauen breitet sich der Eschen-Ahorn kontinuierlich aus. Die Ausbreitung wird durch Flussregulierungen begünstigt, da die natürliche Auendynamik fehlt, die ursprünglich heimische Pionierarten bevorzugt hätte und den Eschen-Ahorn schwächt.
Den aktuellen Stand der Forschung und genaue Infos zur Situation in Sachsen bietet die Diplomarbeit von Benjamin Albert
Teilringelung eines Eschen-Ahorns mit Ringelkette im verschneiten Elbaltarm Leuben. Foto: Victor Geißler
Wir folgen der detaillierten Anleitung der Bundesanstalt für Gewässerkunde: Arbeitsblatt Ringeln invasiver gebietsfremder Bäume mit „Restbrücke“
Beim Teil-Ringeln (Oktober-Februar) wird ein handbreiter horizontaler Streifen in 30-80 cm Höhe bis ins Hartholz geschnitten, dabei bleibt ein senkrechter Verbindungssteg (ca. 1/10 des Stammumfangs) als "temporäre Restbrücke" erhalten. Diese wird erst im darauffolgenden Sommer durchtrennt.
Warum diese Methode?
Knospenbestimmung im Winter
Im laubarmen Winter ist die Unterscheidung von Eschen-Ahorn und heimischer Esche, Spitzahorn und Eiche eine Herausforderung. Unsere Freiwilligen lernen bei jedem Einsatz die sichere Bestimmung der Baumarten anhand von Knospen, Jungtrieben und der Rinde.
Beste Zeit für Ringel-Aktionen
Die Vegetationsruhe von Oktober bis Februar ist ideal. In dieser Zeit ist die Wirkung am besten und die Gefahr von Wurzelaustrieben am geringsten.
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