Regionalgruppe Dresden

Es gibt jeden Tag einen Post mit einer kleinen Info bis 11.09. Dann ist die nächste Faustregel dran. Deshalb findet ihr oben die Tage mit den einzelnen Posts. Hier auf der Webseite haben wir noch Infos dazu ergänzt. Viel Spass beim Stöbern.

09.09. Vortrag zum Thema Auswirkungen aufs Klima: Essen wir unsere Zukunft weg? 18 Uhr live auf Youtube

Wir hoffen, das werden unterhaltsame und interessante 10 Wochen "Food for Future". Bleibt dabei und nehmt viel mit!

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05.09. - Mehr oder weniger Lebensqualität?

1. Faustregel: Zurück zum Sonntagsbraten

Iss was, Böll-Stiftung, CC-BY-NC-ND-Lizenz

Weniger Fleisch ist gut fürs Klima ... Jeder Mensch in Deutschland verursacht durchschnittlich 10 t CO2 im Jahr (Das Klimakochbuch, S.14). Unsere Ernährung trägt beachtliche Emissionen von Treibhausgasen dazu bei. Denn unsere Nahrungsmittel werden zunächst angebaut, dann geerntet, transportiert, gelagert, eventuell noch weiterverarbeitet, bis sie schließlich im Verkauf landen. Im Privathaushalt angekommen (Transport), werden sie ebenfalls gelagert, oft gekühlt, dann zubereitet und verzehrt – oder enden im Abfall, der wiederum entsorgt werden muss. Die entlang dieser Kette frei werdenden Emissionen werden „direkte“ Emissionen genannt. Daneben existieren sogenannte „indirekte“ Emissionen, die unseren persönlichen „Klima-Fußabdruck“ aber erheblich erhöhen können. Diese entstehen, wenn durch Landnutzungsänderungen, also etwa bei Umwandlung von Grünland in Ackerland oder von tropischem Regenwald in Weideland, Treibhausgase freigesetzt werden (WWF Studie 2012, S. 1). Besonders die Produktion von tierischen Erzeugnissen und Fleisch schlägt da zu Buche, denn für die Produktion von Fleisch werden immens viele Flächen für den Futtermittelanbau benötigt. Dafür wird viel Wasser verbraucht. Sowohl bei der Produktion von Futtermitteln als auch bei der Tierhaltung kommt es zu Wasserverschmutzung durch Gülle, Pestizide, Herbizide und Medikamente. Der steigende Bedarf an Lebensmitteln und die wachsende Nachfrage nach Fleisch verringern die Bodenfruchtbarkeit durch Überbeanspruchung. Monokulturen für Futtermittel und Überweidung führen zu Bodenverdichtung und Erosionen. Durch eine Verschlechterung der Bodenqualität trägt die Fleischindustrie dazu bei, dass weniger angebaut werden kann und die künftige Ernährungssicherung in Gefahr ist.

Weniger Fleisch ist aber auch gut für die Gesundheit. 

Iss was, Böll-Stiftung, CC-BY-NC-ND-Lizenz

Die planetarische Gesundheit - also die der Erde - beeinflusst unser globales Lebensmittelsystem. Das wiederrum hat Auswirkungen auf die Herstellung und den Konsum der Nahrung (die Menschen haben unterschiedliche Mengen an Geld, Zugang zu gutem Essen und Bewußtsein dafür). Damit beeinflusst es unsere Gesundheit. So bewirkt bspw. der hohe Einsatz von Antibiotika in der Viehwirtschaft, dass Infektionskrankheiten durch antibiotikaresistente Bakterien unheilbar werden können. Was ist eine gesunde Ernährung? Sicher kennen Sie die Ernährungspyramide. Ganz allgemein soll gesunde Ernährung uns vor Krankheiten schützen. Und klimafreundlich darf sie noch dazu sein.

Das muss keinen Verlust an Lebensqualität bedeuten.

In unseren Kochshows haben wir schmackhafte vegetarische Gerichte zum einfachen Nachkochen zubereitet. 1. Show am 17.09. auf Youtube 

Gelänge es, die Verbraucher*innen in Deutschland davon zu überzeugen, weniger fleischbetont zu essen und zudem weniger essbare Nahrungsmittel wegzuwerfen, würden hier und andernorts über 4 Mio. ha an Acker- und Grünland frei für andere Nutzungen. (WWF Studie 2012, S. 1). Die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch verursacht im Schnitt mehr als 15 Kilogramm Treibhausgas-Emissionen, bei Obst oder Gemüse sind es laut Umweltbundesamt (Uba) weniger als ein Kilogramm. Wer weniger Fleisch isst, spart also Emissionen.

Essen - Zeit zum Geniessen

06.09. - Aubergine?

Die Aubergine gehört neben

@BUND Dresden // blendeauf

  • Blumenkohl, Weißkohl und Brokkoli
  • Fenchel, Zucchini, Zwiebeln
  • (Bio-)Kartoffeln, Kürbis, Karotten
  • Lauch, Kohlrabi, Rettich

zu den klimafreundlichsten Gemüsesorten. Natürlich nur, wenn es regional und saisonal verzehrt wird. Auberginen-Saison ist von August bis Oktober. Und wichtig dabei: Frisches Gemüse und keine Tiefkühlkost, sonst erhöht sich die Klimabelastung (utopia.de).

Auberginenpflanzen eignen sich prima für die Kultur im Topf, auf dem Balkon oder der Terrasse, denn sie lieben Wärme und Frischluft. (plantura.garden).

07.09. - Fleisch frisst Land

Die Herstellung von Fleisch verschmutzt Böden & Gewässer ...

Grafik: BartzStockmar, CC BY 4.0, Fleischatlas 2018

Der Konsum von tierischen Produkten trägt dazu bei, dass mehr Gülle produziert wird und das Grundwasser und der Boden daher unter anderem mit Nitraten und Phosphaten belastet werden. Die Verunreinigung kann durch Kläranlagen teilweise nicht gefiltert werden oder gelangt direkt ins Grundwasser und trägt dazu bei, dass die Qualität und Menge des verfügbaren Trinkwassers eingeschränkt wird. (WWF Studie: Wasserfußabdruck)

...und verbraucht extrem viel Fläche

Seit 2011 sind allein in der brasilianischen Savanne und im bolivianischen Amazonasbecken 800.000 Hektar Regenwald abgeholzt worden – eine Fläche so groß wie der Schwarzwald (Stand 2018). Hauptsächlich wird dort Soja angebaut. Über 75 Prozent des weltweit angebauten Sojas und über 50 Prozent aller Ernten werden als Futtermittel genutzt. Mehr als 83 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen werden für Tierhaltung und Futtermittel verwendet. (Weidefläche beinhaltet auch Flächen, die nicht anders landwirtschaftlich genutzt werden können, z.B. Steilhänge.) Das trägt zum Klimawandel, zum Welthunger und zur Umweltzerstörung bei. (peta.de/umwelt)

08.09. - Viel Wasser fürs Fleisch

Für die Herstellung von 1 kg Rindfleisch ...

... werden immens viele Ressourcen verbraucht. Der hohe Wasserverbrauch liegt nicht am Durst der Tiere, sondern fließt in den Futtermittelanbau und in die Tierhaltung. Ein Grund für den hohen Wasserbedarf der Rinderhaltung: Rinder wandeln ihr Futter besonders ressourcenaufwändig in Fleisch um, wenn sie wie in der industriellen Massentierhaltung wenig Raufutter und stattdessen große Mengen an Getreide und Soja bekommen. Die Art der Haltung und Fütterung ist daher ein wesentlicher Faktor. Die tatsächlich für ein Kilogramm Rindfleisch aufgewendete Menge Wasser variiert somit stark. Wie viel Wasser für die Fleischproduktion benötigt wird, hängt weniger davon ab, wo das Tier lebt, sondern wo und wie das Futter produziert wurde.

Bei der Erzeugung von einem Kilogramm Rindfleisch entstehen Treibhausgase. Methan wird ausgestoßen bei der Verdauung der Wiederkäuer und hat eine starke Treibhauswirkung in der Atmosphäre. Insgesamt sind allerdings die Treibhausgase entscheidend, die bei der Flächengewinnung und den Anbau der Futtermittel anfallen (Lachgas, Co2, Abgase von Motoren). (Albert-Schweizer-Stiftung.de)

09.09. - Essen wir unsere Zukunft weg?

@BUND Dresden // blendeauf

Eine weitere Folge unseres großen Fleischverlangens ist das globale Artensterben, so sagen Wissenschaftler*innen. Insbesondere ist dies auf die intensive Landwirtschaft zurückführen. Die globale Fleischindustrie nimmt die meisten Äcker für den Futtermittelanbau in Anspruch und ist damit einer der Haupttreiber des Verlustes der Artenvielfalt. (http://www.boell-thueringen.de/de/2019/03/07/der-konsum-tierischer-lebensmittel-und-seine-folgen)MEHR INFOS IM VORTRAG

@Fleischatlas, 2018, Grafik Bartz, Stockmar, CC BY 4.0

09.09. und jetzt als Video

10.09. - Fleischverzehr pro Woche

1. Faustregel: Zurück zum Sonntagsbraten

@BUND Dresden // blendeauf

In Deutschland werden momentan im Schnitt 1,5 kg Fleisch pro Woche verzehrt. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt maximal 700g Fleisch pro Woche.

Es gibt verschiedene Studien darüber, ob und wieviel Fleischkonsum gesund ist. Dies ändert sich auch von Zeit zu Zeit. Daneben gibt es weitere Gründe (enormer Ressourcenverbauch, Verschmutzung von Gewässern und Böden, ethische Gründe …) weniger Fleisch zu essen und auf eine gute Produktion zu achten (Bio-Fleisch). Letztlich entscheidet aber jeder selbst mit seiner Gesundheit, Geldbeutel und seinem Gewissen, was gut für ihn/sie ist. Aber auch ein bisschen für uns alle, denn das Klima ist global.

700 g entsprechen = 1 Steak, 2 Bratwürsten, 6 Scheiben Salami und 3 Scheiben Schinken

11.09. - Stimmen aus dem Off

1. Frage: Hast du aus ökologischen oder ethischen Gründen schon mal auf ein Lebensmittel verzichtet, bei dem es dir schwergefallen ist? Wie geht es dir jetzt damit?

Hört mal in die Antworten rein ...

Gemafreie Musik von www.frametraxx.de

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